Frauen müssen andere Frauen fördern

Ich möchte hier nicht generell das Minenfeld-Thema “gender ” diskutieren, sondern Paar Gedanken über ein spezifisches Problem zwischen Frauen und Männer in unsere Gesellschaft schreiben.

Die Fakten: Frauen und Männer sind nicht GLEICH. Bezüglich des beruflichen Fortkommens sind wir Frauen biologisch, also von Natur aus benachteiligt. In dem Moment wo Frauen anfangen Kinder zu gebären, setzen sie sich automatisch dem Risiko aus, beruflich auf einen benachteiligten Pfad (“das Abstellgleis”) zu geraten.

Unsere Gesellschaft verwechselt oft Gleichheit mit Gerechtigkeit. Die Gesellschaft braucht den Nachwuchs, aber bisher ist es eben nur für Frauen möglich, diesen zu gebären. Von daher ist jeder Versuch, Frauen “nur” gleich wie Männer zu behandeln nicht zielführend (in Hinblick auf die Geburtenrate), aber dafür unfair (in Hinblick auf eine Chancen-Gerechtigkeit). Beispielsweise wird es in Karriere-Hinsicht von Frauen erwartet, unter ähnlichen Bedingungen dasselbe Leistungsniveau und den gleichen Erfolg wie Männer zu erreichen. In der gesellschaftlichen Gesamtbilanz leisten Sie dann aber deutlich mehr, denn beruflich sind sie mit den Männern dann gleich auf, leisten aber zusätzlich pro Kind mindestens 9 Monate “unbezahlte Mehrarbeit”.

Ich persönlich habe mich bewusst für eine aktivere Rolle im Leben meiner Kinder entschieden und meine Karriere damit automatisch als 2. Priorität eingestuft. Die Schwangerschaften haben mir viele gesundheitliche Risiken gebracht, sodass selbst im häuslichen Alltag meine Leistungsfähigkeit monatelang deutlich eingeschränkt war. 

Es gibt wenige Männer die das kern des Problems wirklich verstehen, aber auch weniger die etwas dagegen unternehmen wollen. Die Lösung: Wir müssen verstehen, dass wir nicht GLEICH aber GLEICHWERTIG wie Männer sind. Wir müssen der Gesellschaft schwierige Fragen stellen und auf keinen Fall erwarten, dass jemand anderes unsere Probleme löst. Wir FRAUEN müssen andere Frauen gezielt unterstützen und fördern!

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