“Ich wähle sicherlich keinen CSUler!”

“Ich wähle keinen CSUler.” hat eine Bekannte mir gesagt als ich sie eingeladen habe den  Bürgermeisterkandidaten Andreas Bukowski bei mir zuhause in einer gemütliche Runde kennenzulernen.

Abgesehen davon, dass die Teilnahme an solchen privaten Gesprächen nichts mit Wahlunterstützung zu tun hat, frage ich mich: inwieweit beeinflusst die Parteiangehörigkeit unsere Meinung und Aufgeschlossenheit für andere Menschen?

Ist es nicht dasselbe, wenn ich sage: ich will jemanden nicht kennenlernen weil er/sie einer anderen Religion angehört ? Weil er/sie vielleicht weniger oder mehr verdient?
Oder weil er/sie in einen bestimmten Ort aufgewachsen ist?
Klar.. Unsere Hintergründe und die Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen beeinflusst uns. Aber ist es ein Grund, dass wir miteinander nicht mehr reden wollen? Dass wir das Individuum nicht mehr kennenlernen wollen?
Ich definiere mich nicht durch meine Abstammung, und auch nicht durch meine Religion oder Parteiangehörigkeit.
Ich frage mich: wie sollen wir unsere gesellschaftlichen Probleme ändern, wenn wir Menschen mit Institutionen gleichsetzen? Und wie wollen wir unsere Institutionen ändern, wenn wir die neuen Stimmen in diesen Institutionen blockieren?

2 Antworten auf „“Ich wähle sicherlich keinen CSUler!”“

  1. Hallo Bushra,

    das Vorstellen eines eher unbekannten Kandidaten ist auch in privater Runde natürlich eine Wahlunterstützung. Das ist aber nichts schlimmes.

    Ich gebe dir Recht, dass eine Ablehnugn nur auf Grund einer Zugehörigkeit (egal ob Partei, Religion etc.) nie in Ordnung ist. Gerade in der Kommunalpolitik geht es um die Manschen und Ihre Motivation und Überzeugungen. Da spielt die Parteizugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle.

    Ich persönlich sehe viele Gründe warum euer Kandidat nicht Bürgermeister werden sollte (völlige Unerfahrenheit über die Abläufe einer Gemeinde, kaum Kenntnis über die Gemeinde und seine Vereine, keine Erfahrung in ehrenamtlichen Tätigkeiten um nur ein paar zu nennen), aber diese liegen Alle in der Person und nicht in der Partei begründet.

    Schönen Gruß
    Thomas

    P.S.: Ich habe im Gemeinderat übrigens das Gefühl dass es da den einen oder anderen in der CSU gibt, der “Sozis” und “Grüne” übrigens generell für ungeeignet hält 😉

  2. Hallo lieber Thomas,
    ja natürlich ist es eine Unterstützung meinerseits dass ich einen Kandidaten vorstelle, aber für die Teilnehmer und Gäste ist es nicht, weil letztendlich haben die Bürger das Recht alle Kandidaten näher kennenzulernen und danach können sie selber entscheiden ob sie ihn/sie unterstützen oder nicht. Wenn man einen sympathischen Kandidaten vorstellt dann ist es vorteilhaft für ihn, aber vielleicht wirkt es auch anders bei denen die weniger soziale Kompetenz haben (das ist z.B. nicht zutreffend für Frau Müller die sehr sympathisch wirkt).

    Ich sehe es natürlich anders als Du lieber Thomas weil ich den Andreas Bukowski 100% unterstütze. Deine Aussagen sind auch nicht zutreffend. Aber auch wenn, dann sollte die Erfahrung über irgendwelche Abläufe niemals ein Grund sein einen Kandidaten abzulehnen. Erfahrung und Kenntnis über die Gemeinde und die Menschen kann man nur gewinnen wenn man näher bei den Menschen ist, und das macht er sehr gut. Wenn man nur nach Erfahrung sucht dann hat man nur dieselben Personen und könnte nach einem bestimmten Zeitpunkt nicht weiter wachsen.

    Letztendlich arbeitet der Andreas Bukowski nicht alleine, sondern er hat ein Team das ihn unterstützt. Jede Führungskraft braucht das und sollte darauf achten.
    Besonderes in dieser kritische Phase braucht Haar die gewerbliche Erfahrung die Andreas Bukowski mitbringt. Haar braucht den Mut und den Willen zu handeln um bisherige positive Entwicklungen nicht zu verderben und um auch vorwärts zu kommen.

    Vielleicht können wir Dich auch im Laufe der Zeit davon überzeugen 😉
    Liebe Grüße , Bushra

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