Warum ich mir keine weitere Bebauung in Haar wünsche

Wir in Haar gehören offiziell zum LANDkreis München. Aber von unbebautem und naturbelassenem Land ist gefühlt kaum noch etwas übrig.

Für mich hat Haar bereits genug Hochhäuser, genug Straßenverkehr und genug Lärm. Leider werden immer wieder neue Bauprojekte und Ortsentwicklungspläne von den SPD Kollegen vorgeschlagen und überraschenderweise auch von den Grünen unterstützt, bei denen mehr Flächen besiedelt und mehr Bewohner untergebracht werden.

 Meine Gedanken dazu:

Ist das umweltfreundlich ? (Abriss, Beton, Bagger, Baustelle ?! Und wo sind die ganzen Ausgleichsflächen-Blühwiesen?) 

Was ist mit Lärmschutz ? (dienen dann die neuen Bewohner in der ersten Reihe an der B304 als Lärmschutz für die anderen nachgelagerten Baureihen?) 

Was ist mit dem Verkehr? (bauen wir dann auch mehr Straßen mit mehr Fahrstreifen? Oder fahren alle neue Bewohner nur Radl?)

Braucht es ein neues Gesicht für Haar? (Was für ein Gesicht? Eine Beton-Fratze?)

Das CSU Programm für 2020 hat eine andere Meinung die ich persönlich vertrete:  “Die aus dem Wachstum resultierenden Probleme nicht mit noch mehr Wachstum bekämpfen”!

  Danke Dr. Andreas Bukowski!

 #15 März 2020  Sagen wir alle:  DAS IST GENUG!

5 Antworten auf „Warum ich mir keine weitere Bebauung in Haar wünsche“

    1. Liebe Barbara,
      Danke für dein Kommentar.
      Lärmschutz wäre gut, aber da spricht die Gemeinde von Wohngebäude die als Lärmschutz für den andere dienen.
      Dein Punkt mit dem Garten habe ich leider nicht verstanden. Könntest Du es bitte genauer erklären. Beste Grüße. Bushra

  1. Hallo Bushra,

    die Bauprojekte sind nicht Vorschläge der SPD, sondern von Investoren, hier hat keine Partei Einfluss.

    Die Idee der Entwicklungspläne stammen von der SPD.
    Warum machen wir das? Nur über Rahmen- und Bebauungspläne können wir das Wachstum steuern. Baurecht ist bereits vorhanden, wir wollen es steuern (so wohl optisch, als auch in der Menge der Bebauung). Bestehendes Baurecht kann aber nicht mehr genommen werden.

    Zu deinen Gedanken:
    Ist das umweltfreundlich ? (Abriss, Beton, Bagger, Baustelle ?! Und wo sind die ganzen Ausgleichsflächen-Blühwiesen?)
    -> Die Entscheidung über Neubau oder Sanierung hat der Eigentümer, nicht die Gemeinde

    Was ist mit Lärmschutz ? (dienen dann die neuen Bewohner in der ersten Reihe an der B304 als Lärmschutz für die anderen nachgelagerten Baureihen?)
    -> Ja, die erste Reihe im Rahmenplan “B304 Süd” ist als Lärmschutz für die hintere Bebauung gedacht. So wie es im Norden bereit ist. Beim Neubau kann der Lärmschutz innerhalb der neuen Gebäude auch gut Umgesetzt werden.

    Was ist mit dem Verkehr? (bauen wir dann auch mehr Straßen mit mehr Fahrstreifen? Oder fahren alle neue Bewohner nur Radl?)
    -> Natürlich bedeuten mehr Einwohner / Gewerbe auch mehr Verkehr. Aber wie gesagt: Es beseteht bereits Baurecht

    Braucht es ein neues Gesicht für Haar? (Was für ein Gesicht? Eine Beton-Fratze?)
    -> Wenn man Edeka / Hagebaumarkt im Jardfeld durch andere Bauten ersetzt, dann wird keine Quadratmeter mehr versiegelt. Optisch könnte dort aber viel gewonnen werden, denn ich finde die Gebäude aktuell nicht seht ansprechend.

    Schönen Gruß
    Thomas

    1. Lieber Thomas,
      Du bist der einzige SPD Kollege der auf meinen Gedanken kommentiert hat. Danke !
      Entwicklungspläne sind eine gute Idee natürlich. Ich verstehe aber nicht wie ein Investor einen Bauprojekt der Gemeinde vorschlägt ohne dass die Gemeinde etwas dagegen sagen könnte. Ich habe verstanden, dass der SPD den Rahmenplan entwickelt hat. Habe ich den Zusammenhang irgendwie falsch verstanden.? Oder reden wir über zwei unterschiedliche Punkte (Rahmenplan vs. Bauprojekt)?

      Wenn die Gemeinde (gesteuert von SPD und Grünen) einen Rahmenplan präsentiert um die Ortsentwicklung möglichst zu steuern, ist das dann nicht sinnvoll umweltfreundlichere Optionen die weniger Verkehr und Probleme verursachen zu unterstützen bzw. empfehlen ?

      Mit dem Baumarkt/Edeka ist keine schlechte Idee. Aber es sollten nach Rahmenplan noch zwei Hochhäuser errichtet werden sowie von Osten etwa zwischen B304 und 471 freie Flächen noch bebaut und Einzelhäuser nachverdichtet werden.

      Optisch gesehen ist das alles nicht schlecht natürlich, aber es ist für Landkreis sehr urbanisiert meiner Meinung nach.

      Liebe Grüße und danke nochmal für Deine ausführliche Antwort.

      1. Hallo Bushra,

        bitte entschuldige die späte Antwort. Ist momentan viel zu tun.

        Wenn ein Investor ein Grundstück mit Baurecht hat, kann er dieses Baurecht auch nutzen. Wenn es keinen Rahmen- oder Bebauungsplan gibt, dann gilt das Baugesetzbuch. Hier sind die Mittel einer Gemeinde sehr eingeschränkt um steuern und gestalterisch einzugreifen. Natürlich kann ein Gemeinderat dennoch ablehnen, doch im Zweifel ersetzt das Landratsamt dann die Zustimmung. Ober sticht Unter.

        Wie du schon richtig schreibst gehören wir zum LANDkreis München. Wir alle wollen die Grünzüge und die Charakter der Ortsteile erhalten. Wir können uns aber nicht vollständig davor verschließen, dass die Region München einen unglaublichen Zuzug hat. Deshalb ist es notwendig, dass auch in Haar maßvoll Nachverdichtung kommt. Und spätestens wenn mal die eigenen Kinder ausziehen wollen und keine Wohnung finden, sind die Beschwerden auch wieder da, wenn wir nichts bauen (lassen) 😉
        Wir können uns dem nicht verschließen, insbesondere da wir z.B. beim Gewerbe auch von der Strahlkraft Münchens profitieren.
        Für die Nachverdichtung gibt es 2 Möglichkeiten: In die Höhe oder in die Breite. Wir von der SPD wollen lieber an geeigneter Stelle wie dem Jagdfeld in die Höhe, da so mehr Grünflächen erhalten werden können. Und ich finde das Jagdfeld ist heute schon “urban”, da passen auch Hochhäuser gut rein.
        Im übrigen sorgt diese Art der Bebauung auch für eine Vermeidung von Verkehr. Denn im Jagdfeld kann man prima zu Fuß zum einkaufen und braucht kein Auto – In den Ortsteilen oder auch von Unter-Haar ist das fast nicht machbar.

        Schönen Gruß
        Thomas

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